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Auf den Spuren jüdischen Lebens
in Brühl

Im Oktober 1944 endeten 659 Jahre nachweisbarer Geschichte der Juden in Brühl. Heute erinnert an die Existenz jüdischen Lebens nur noch eine Gedenkstätte und der jüdische Friedhof. Wer aber kennt noch Namen jüdischer Familien und deren Geschäfte oder Häuser? Es ist mittlerweile nur noch die Gruppe der über Siebzigjährigen, die sich daran erinnern kann.

Dabei ist die Geschichte der Juden eng verknüpft mit der Geschichte der Stadt Brühl. In den schriftlichen Quellen zur Brühler Stadtgeschichte werden bereits zur Stadtgründung 1285 Juden erwähnt und seit der Barockzeit lassen sich sogar die Lebensbedingungen für die kleine jüdische Gemeinde zum Teil nachvollziehen.

Als Blütezeit der Brühler jüdischen Gemeinschaft ist das 19. Jahrhundert mit dem Bau der Synagoge anzusehen. Mit Beginn der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten veränderte sich das Bild, es folgten wirtschaftliche Einschränkungen und gesellschaftliche Isolierung. Nach dem Novemberpogrom 1938 flüchteten viele Juden. 1942 erfolgten erste Verschleppungen in die Vernichtungslager. Im Oktober 1944 hatte Brühl keine jüdischen Einwohner mehr. Damit dieser Teil der Brühler Geschichte nicht verloren geht, sollen mit dieser Führung die Spuren des jüdischen Lebens vom Mittelalter bis zur Gegenwart lebendig gehalten werden.

Treff: Max-Ernst-Brunnen vor dem Rathaus

Dauer: 1 1/2 - 2 Stunden     

Judenbüchel

Grabstätten für die Ewigkeit

Weit außerhalb der mittelalterlichen Stadt wurde der Friedhof angelegt. Sein Alter ist unbestimmt. Vielleicht wurde er schon zur Zeit der ersten jüdischen Gemeinde kurz nach der Stadtgründung angelegt. Erwähnt wird er erstmals in einer 1371 ausgestellten Urkunde, in der ein Acker an dem joedenkirchhove in Erbrente verkauft wurde.

Der Brühler jüdische Friedhof ist einer der größten im Rheinland. Die letzten Beerdigungen fanden 1940 statt. Bei einer gemeinsamen Begehung wird das Leben jener vorgestellt, die hier die ewige Ruhe gefunden haben.

Treff: Jüdischer Friedhof, Schildgesstraße

Dauer: 1 - 1 1/2 Stunden     

Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof